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Die Lebensnotwendigkeit des Wassers fhrte dazu, da die unterirdische Wasserfhrung frhzeitig auch in der Literatur Beachtung fand, und zwar zu nchst in den Lehrbchern der Geologie, wo die Haupttypen der Quellen und das Grundwasser in Lockergesteinen in Wort und Bild dargestellt wurden. Doch erst im Jahre 1912 erschienen die grundlegenden Bcher von K. KEILHACK, “Lehrbuch der Grundwasser- und Quellenkunde”, und von H. HFER, “Grundwasser und Quellen”. Beide enthalten wertvolle Erkenntnisse, die vielfach heute noch Gltig keit haben. Ihnen folgten Werke von O. LUEGER und R. WEYRAUCH (1914), von W. KOEHNE (1928) und von PRINZ-KAMPE (1934), in denen sich bereits die Spezia lisierung anbahnt und die notwendige Zusammenarbeit mit dem Techniker her vorgehoben wird. J. STINI aber blieb es vorbehalten, zum erstenmal in seinem Buch “Die Quellen” (1933) auf die Mannigfaltigkeit der Quellen aufmerksam zu machen und besonders die Bedeutung der unterirdischen Wasserwege zu betonen. Whrend des zweiten Weltkrieges und unmittelbar darnach vermittelten die zahlreichen neu erbauten Hohlgnge und Wasserversorgungsanlagen neue Er kenntnisse. Heute steht weniger die Quelle selbst im Vordergrund der Unter suchungen als vielmehr die gesamte Wasserfhrung in einem Gesteinskrper. Wichtig sind die Zusammenhnge von Einzugsgebiet, unterirdischer Wasser fhrung und Austrittsstelle, so da der Mechanismus der unterirdischen Wasser bewegungen als Gesamtheit erfat wird. Bei meiner langjhrigen geologischen Aufnahmsarbeit in den Ostalpen konnte ich reichliche Erfahrungen ber diese Zusammenhnge sammeln und sie whrend des zweiten Weltkrieges erweitern, als ich Gelegenheit hatte, die verschiedensten Wasserfhrungen im In-und Ausland kennenzulernen und zu studieren. Erster Teil Einfhrung in die Grundbegriffe.- A. Die Aufgaben der Hydrogeologie.- B. Das unterirdische Wasser.- I. Begriff Grundwasser.- II. Die Herkunft des unterirdischen Wassers.- C. Die Niederschlge.- I. Die Niederschlagsarten.- II. Die Niederschlagsmengen.- III. Regendichte, Regenhufigkeit, Regendauer.- IV. Die Abhngigkeit der Niederschlge.- D. Die Verteilung der Niederschlge auf dem Boden.- I. Die Verteilung.- II. Der Abflu.- 1. Begriff.- 2. Messen des Abflusses.- a) Messen mit Eimern.- b) Thompson-berfall.- c) Rehbockscher Meberfall.- d) Messen der Abflumenge eines Baches.- 3. Die Abflumenge.- 4. Die Abhngigkeit des direkten Abflusses.- a) Von der Gre des Einzugsgebietes.- b) Von der Niederschlagshhe.- c) Von der Morphologie.- d) Von der Pflanzendecke.- e) Von den bodenkundlichen und geologischen Verhltnissen.- Zusammenfassung.- III. Die Verdunstung.- 1. Die Abhngigkeit der Verdunstung.- 2. Zahlenangaben ber die Verdunstung.- a) Rechnerisch.- b) Die Lysimeter-Versuche.- c) Angaben ber die Verdunstung.- IV. Die Versickerung.- 1. Allgemeines.- 2. Die Abhngigkeit der Versickerung.- 3. Zahlen ber die Versickerung.- 4. Die Beziehungen zwischen Wald und Grundwasser.- E. Die Zusammenhnge: Einzugsgebiet – unterirdische Wasserwege – Austrittsstelle.- Das Einzugsgebiet.- 1. Das Einzugsgebiet fr oberirdisches Wasser.- 2. Das Einzugsgebiet fr unterirdisches Wasser.- 3. Die Gre des Einzugsgebietes.- II. Die unterirdischen Wasserwege.- 1. Allgemeines.- 2. Die Formen der Wasserwege.- 3. Die Auswirkung der Wasserwege auf das Wasser.- a) Temperatur.- b) Seihung.- c) Chemismus.- d) Das Speichervermgen oder die Retention.- 4. Die Erneuerung der unterirdischen Wasservorrte.- 5. Die unterirdischen Wasserwege.- a) Klfte und Spalten.- b) Zerrttungszonen.- c) Die Brche (Verwerfungen) als Wasserwege.- d) Die Schichtflchen.- e) Rutschflchen.- f) Schluche, Rhren, Hhlen als unterirdische Wasserwege (Karsterscheinungen).- g) Die Poren.- 6. Zusammenfassung der unterirdischen Wasserwege.- III. Die Austrittsstellen des unterirdischen Wassers.- 1. Morphologische Kennzeichen einer Quelle.- 2. Die Austrittsffnungen (Gre und Form).- 3. Die Ergiebigkeit (Schttung).- 4. Die Temperatur des Wassers.- F. Die chemisch-bakteriologischen Eigenschaften des Wassers.- I. Der chemisch-bakteriologische Befund.- II. Einfache chemische Untersuchungsmethoden.- 1. Sinnesprfung.- a) Klarheit und Durchsichtigkeit.- b) Farbe.- c) Geruch.- d) Geschmack.- 2. Die chemische Untersuchung.- a) Die Reaktion des Wassers.- b) Ammoniak (NH3).- c) Salpetrige Sure (N2O3).- d) Salpetersure-Nitrate.- e) Chlorid.- f) Calciumsulfat (CaSO4)-Schwefelsure (H2SO4).- g) Schwefelwasserstoff (H2S).- h) Eisen.- i) Die Hrte des Wassers.- j) Ermittlung organischer Verunreinigungen im Wasser.- k) Der Sauerstoffgehalt.- 1) Die Kohlensure (CO2).- m) Die elektrische Leitfhigkeit.- n) Angreifendes oder aggressives Wasser.- 3. Beeinflussung des Chemismus.- 4. Die bakteriologische Untersuchung.- Zweiter Teil Bas unterirdische Wasser und die Quellen.- A. Die Einteilung.- Nach Stini.- Einteilung des unterirdischen Wassers (Grundwasser im allgemeinen) nach Thurner.- I. Wasser und Quellen in Hartgesteinen.- 1. Wasser in Klften, Spalten, auf Schichtflchen und in Karsthohlrumen.- a) Wasser in Klften und Spalten.- b) Wasser auf Schichtflchen (Schichtquellen und Schichtstauquellen, Grenzflchenquellen).- c) Rutschflchenquellen.- d) Wasser in Karsthohlrumen (Karstquellen).- 2. Wasser in unterirdischen Wasserwegen in Verbindung mit Lagerungsformen.- a) Wasser in Zerrttungsstreifen (Zerrttungsstreifenquellen).- b) Wasser in Bruch- und Verwerfungszonen (Bruch- und Verwerfungsquellen)..- c) Wasser in gefalteten Schichten.- d) Aufsteigendes Wasser (Wallerquellen).- II. Wasser in Lockergesteinen (spezielles Grundwasser oder Porengrundwasser).- 1. Porengrundwasser mit einem Grundwasserspiegel.- 2. Porengrundwasser ohne Grundwasserspiegel.- a) Wasser in Verwitterungs- und Gehngeschutt.- b) Wasser in Schutthalden (Schutthaldenquellen).- c) Schuttkegelquellen.- d) Bergsturzquellen.- e) Talschuttquellen.- f) Mornenschuttquellen.- III. Wasser mit verschiedenen Wasserwegen.- 1. Kombinierte Quellen, Folgequellen.- 2. Quellen nach morphologischen Gesichtspunkten.- 3. Quellen mit volkstmlichen Namen.- IV. Zusammenfassung der unterirdischen Wsser.- B. Die Untersuchungsmethoden fr die Zusammenhnge von unterirdischen Wssern.- I. Salzungs-, Frb-, Triftmethoden und Messungen mit Radio-Isotopen.- 1. Die Frbmethoden.- 2. Die Salzungsmethoden.- 3. Messungen mit Radio-Isotopen.- 4. D ie Sporentriftmethode.- 5. Die Triftung mit Bakterien (nicht pathogenen Keimen).- II. Das Aufsuchen von Quellen und unterirdischem Wasser.- 1. Aufsuchen von Quellen.- 2. Aufsuchen von unterirdischem Wasser, das nicht durch Quellen gekennzeichnet ist.- a) Die petrographische Methode.- b) Die tektonische Methode.- c) Die stratigraphische Methode.- d) Physikalische Methoden.- III. Hydrogeologische Untersuchung von Quellen.- C. Das Schutzgebiet – Schongebiet.- I. Verunreinigungen.- II. Richtlinien fr die Abgrenzung der Schutzgebiete bei Quellen.- III. Schutz vor unbefugter Entnahme.- IV. Die Gre des Schutzgebietes.- D. Ein geologisches Gutachten ber eine Quelle.- Dritter Teil Das Porengrundwasser mit Grundwasserspiegel.- A. Grundlegende Eigenschaften.- I. Definition und Grundbegriffe.- 1. Definition.- 2. Grundbegriffe.- 3. Das Grundwasserfeld.- 4. Der Grundwasserstauer.- 5. Der Grundwasserleiter.- a)Das Porenvolumen.- b)Die Korngren.- c)Die Kornverteilungskurve.- d)Die Kornform.- e)Die Kornoberflche.- f)Untersuchung des petrographischen Bestandes.- g)Der Durchlssigkeitswert (k-Wert).- h)Der Wasserentzug.- i)Skelettkorn-Fllkorn-Distanzkorn.- j) Entstehungsgeschichte und stratigraphischer Befund.- II. Niederschlge, Verdunstimg, Versickerung.- 1. Verdunstung.- 2. Versickerung.- III. Die Grundwasserbewegungen.- 1. Der Grundwasserspiegel.- 2. Die Grundwasserschwankungen und deren Ursachen.- 3. Die Grundwasserschwankungen im Laufe der Zeit.- a) Die jhrlichen Spiegelschwankungen.- b) Langjhrige Schwankungen des Grundwasserspiegels.- 4. Die Beziehungen des Grundwasserspiegels zum Flu.- a) Der Grundwasserspiegel liegt in gleicher Hhe mit dem Fluwasserspiegel..- b) Der Grundwasserspiegel liegt unter dem Fluspiegel.- c) Der Grundwasserspiegel liegt ber dem Fluspiegel.- 5. Die Grundwasser-Hhenlinie.- 6. Die Bedeutung der Grundwasser-Isohypsen.- a) Strmungsrichtung.- b) Geflle..- c) Stellung zum Flu.- d) Beziehungen zum Einzugsgebiet.- e) Hhenlinien und die Lage der Brunnen.- f) Herkunft der Verunreinigungen.- 7. Die Geschwindigkeit des Grundwassers.- a) Die Beziehungen der Geschwindigkeit zum k-Wert und dem Geflle.- b) Das Geflle.- 8. Die Geschwindigkeitsbegriffe des Grundwassers.- a) Bahngeschwindigkeit.- b) Abstandsgeschwindigkeit.- c) Durchgangsgeschwindigkeit.- 9. Die Bestimmungen der Abstandsgeschwindigkeit durch Frb- und Salzungsersuche.- a) Frb versuche.- b) Die Salzungsversuche mit und ohne elektrolytischem Verfahren.- c) Andere Methoden.- 10. Die Ursachen der Geschwindigkeitsnderungen.- 11. Die Bedeutung der Geschwindigkeit.- TV. Die Zusammenhnge im Grundwasser.- 1. Das Einzugsgebiet eines Grundwasserfeldes.- 2. Der Abflu des Grundwassers.- 3. Der Grundwasserhaushalt.- 4. Absenkungen und Hebungen des Grundwassers.- 5. Uferfiltriertes Wasser.- 6. Grundwasseranreicherungen.- 7. Grundwasserstockwerke.- V. Gespanntes Grundwasser.- 1. Definition.- 2. Begriffe.- 3. Die Lagerungsformen, die gespanntes Wasser bedingen.- a) Mulden.- b) Flexuren.- c) Geneigte Schichten.- d) Einlagerungen von Kies- und Sandlinsen.- e) Eingeschwemmte Hanglehme.- f) Anlagerungen von Hanglehmen.- 4. Die Ergiebigkeit des gespannten Grundwassers.- a) Messen der Ergiebigkeit.- b) Abhngigkeit der Ergiebigkeit.- c) Ursachen der Ergiebigkeitsverminderung.- 5. Hffigkeit, Erneuerung und Einzugsgebiet.- 6. Der Abflu.- 7. Temperatur und Chemismus des gespannten Grundwassers.- 8. Die Aufschlieung gespannten Wassers.- 9. Artesische Grundwsser in sterreich.- 10. Fossiles Wasser.- VI. Die Eigenschaften des Grundwassers in Lockergesteinen.- 1. Die Temperatur.- 2. Seihvermgen.- 3. Chemismus.- VII. Das Schutzgebiet fr Grundwasserfelder.- VIII. Hydrogeologische Karten.- IX. Der stndige Grundwasserdienst und die Grundwasserforschung.- X. Die Vorarbeiten fr die Erschlieung eines Grundwasserfeldes fr grere Wassermengen.- Feststellung des Wasserbedarfes.- Aufsuchen der Wasserhoffhungsgebiete.- Hydrogeologische Vorarbeiten.- Vorlufige Aufschluarbeiten.- Festlegung des Ansatzpunktes fr einen Probebrunnen.- Festlegung des Schutzgebietes.- Anhang: Trinkwasser aus offenen Gewssern.- B. Der Brunnen – hydrologische Grundbegriffe.- I. Die Brunnenarten.- II. Der Pumpversuch (Schpfversuch).- III. Die Sandfhrung bei Brunnenanlagen.- IV. Einige hydrologische Grundbegriffe.- 1. Das Darcysche Filtergesetz.- 2. Die Ergiebigkeit der Brunnen (Hydrologische Rechnungen).- V. Das Bohr- bzw. Brunnenprofil.- VI. Der Wasserverbrauch.- C. Grundwasser und Tiefbauten.- I. Grundwasser und Baugrund.- II. Wasser in Hohlgangsbauten.- III. Wasser im Bergbau.- IV. Versenkungen von Wasser in die Tiefe.- V. Bodenbewegungen.- D. berblick ber einige Grundwasserfelder in sterreich.- Vierter Teil Mineralwasser – Heilwasser.- A. Chemie der Heilwsser.- I. Begriff Heilwasser.- II. Die Heilwasseranalyse.- 1. Die Groe Heilwasseranalyse.- 2. Die Kleine Heilwasseranalyse.- 3. Graphische Darstellung der Analysenwerte nach Udluft.- III. Die Einteilung der Heilwsser.- 1. Alte Einteilung.- 2. Neue Bezeichnung.- 3. Heilbder in verschiedenen Lndern.- B. Geologie der Mineralwsser.- I. Einzugsgebiet – unterirdische Wasserwege.- II. Heilwsser und Gesteine.- III. Mineralwsser und Erdzeitalter.- IV. Die unterirdischen Wasserwege.- 1. Klfte, Spalten, Zerrttungszonen, Brche, Schichtflchen, Karsthohlrume, Poren.- 2. Ab- und aufsteigende Heilwsser.- 3. Die Entnahmestellen fr Heilwsser.- C. Hydrogeologie einzelner Heilwsser.- I. Mineralwsser.- 1. Mineralwsser in sterreich.- a) Natrium-Chlorid-Wsser.- b) Schwefelquellen.- c) Jodquellen.- d) Eisenwsser.- 2. Mineralwsser in Deutschland.- a) In Nordrhein-Westfalen.- b) Im Gebiet der Ruhrkohle und des Deckgebirges.- c) In den Triasschichten von der Werra bis zum Main.- d) Im Gebiet des oberen Neckars.- e) Im Palozoikum.- f) In tertiren Ablagerungen.- 3. Radioaktive Wsser.- II. Die Suerlinge.- 1. Entstehung.- 2. Suerlinge in sterreich.- a) In tertiren Vulkangebieten.- b) Suerlinge in tektonischen Strungslinien.- 3. Suerlinge in Deutschland.- III. Thermalwasser.- 1. Begriff.- 2. Die Entstehung der Thermalwsser.- a) Erwrmung durch die Erdwrme.- b) Erwrmung unterirdischer Wsser durch chemische Vorgnge.- c) Erwrmung durch Gase.- d) Erwrmung durch Radioaktivitt.- e) Erwrmung durch Reibung..- f) Juvenile Wsser.- 3. Die geologische Lage der Thermalwsser.- Einzelheiten ber Thermalwsser.- D. Verschiedene Begleiterscheinungen bei Heilwssern.- I. Die Quellabstze.- 1. Mineralische Abstze.- 2. Die Bedeutimg der Quellablagerungen (= Sinterbildung).- 3. Schlammabstze.- II. Vernderungen der Mineralwsser.- 1. Durch Niederschlge.- 2. Durch Zutritt von unterirdischem Swasser.- 3. Durch Abflieen in neue unterirdische Wasserwege.- 4. Durch Luftdrucknderungen.- 5. Durch Vernderungen des Gasdruckes.- 6. Durch Erdbeben.- 7. Durch Versinterung der Austrittsstelle.- 8. Durch knstliche Eingriffe.- 9. Temperaturnderungen.- 10. nderungen des Chemismus.- III. Das Schutzgebiet fr Heilwsser.- IV. Aufschlieung neuer Mineralquellen.- 1. Neuaufschlieungen.- 2. Vermehrung der Ergiebigkeit.- V. Einige Anregungen zu den Fassungen.- Literatur.- Ortsnamenverzeichnis.

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