Description
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Geowissenschaften / Geographie – Bevlkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung, Note: 2,0, Universitt Passau (Lehrstuhl fr Geographie), Veranstaltung: HS Geographie Kulturraum und Hochgebirge, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Alpen – traumhaft schn und Sinnbild fr unberhrte Natur. Dies oder hnliches wird wohl ein jeder Befragter im Hinterkopf haben, wenn er versucht, sich ein Bild ber die grsste europische Berglandschaft zu machen. Weisse Gipfel, grosse schneebedeckte Hnge die zum Wintersport einladen, Wandern, Klettertouren, Paragliding, um nur einige Aspekte zu nennen, die einem spontan beim Gedanken an diese durchaus faszinierende Bergwelt durch den Kopf schiessen. Jedoch sind diese Gedanken eher neuzeitlicher Natur, soll heissen, sie beziehen sich auf Aktivitten oder Umstnde, die sich erst im Laufe des vergangenen Jahrhunderts herausgebildet haben. Nun sind die Alpen aber mit ihren unzhligen Erhebungen, Tlern, Schluchten und Hngen ein regelrechtes Labyrinth, an manchen Stellen so gut wie nicht passier-, geschweige denn erreichbar. Gerade dieser Umstand aber drfte eine wesentliche Rolle dafr spielen, dass die Alpen, und das ist durch archologische Funde nachgewiesen, schon seit Menschen Gedenken und sogar noch lnger Lebensraum fr den Menschen darstellen – dies trotz ihrer vor allem klimatischen Ungunstrume. Somit entwickelten sich die Alpen schon frh vor allem fr kleinere Volksgruppen zu Rckzugsrumen, in denen sie weitgehend ihre Kultur entwickeln und besonders ihre Sprache ohne grssere ussere Einflsse bis in die heutige Zeit retten konnten. Jedoch scheint gerade diese Schutzfunktion durch technische Errungenschaften der Moderne wie dem Automobil aufgehoben zu werden und ethnische Minderheiten, jahrhundertelang sozusagen abgeschieden vom Rest der Welt, sehen sich mit der Herausforderung konfrontiert, ihre Sprache und Kultur gegenber grsseren Sprachgemeinschaften behaupten zu mssen. Ein Kampf David gegen Goliath scheint fr diese Minderheiten begonnen zu haben. Im Folgenden soll anhand der Beispiele der Rtoromanen im schweizerischen Kanton Graubnden, der Dolomitenladiner und der Friulaner in Italien deren Entwicklung von ihren gemeinsamen Anfngen bis in die heutige Zeit verfolgt werden. Dabei scheint es vor allem wichtig, einen berblick ber die jeweilige heutige Situation zu geben, um zu sehen, in wie fern diese Minderheiten von ihrem Umfeld beeinflusst werden und welche Stellung sie innerhalb der Staaten in denen sie sich befinden, haben.




