Description
Die Idee zu diesem Buch entstand aus einem Unbehagen heraus. Schon immer hatte ich dieses gesprt, wenn ich mit Freunden, Bekannten oder Kollegen, die den Naturwiss- schaften fremd gegenberstanden, ins Philosophieren geriet und dabei versuchte, einen Einblick in das Weltbild eines Physikers zu geben. Hinterher war ich immer frustriert. Zunchst hatte ich geglaubt, ich htte so schnell nicht die richtigen Worte gefunden, aber bald hatte ich eingesehen, dass das Problem tiefer liegt. Es sind die Unterschiede im Vorverstndnis, in der Ansicht, welche Fragen interessant sind, welche Kenntnisse und Fhigkeiten besonders sch- zenswert sind. Das Selbstverstndnis eines Faches hat man ja ber viele Jahre in einer Art intellektueller Sozialisation verinnerlicht und lsst sich einem Auenstehenden nicht so schnell vermitteln. Nachdem ich nun als Emeritus nicht mehr Physik selbst betrieb, aber immer hu ger die Gelegenheit erhielt, in allen mglichen Kreisen ber Physik zu reden, wurde das Unbe- gen noch grer. Und obwohl ich mir nach meinem letzten Lehrbuch geschworen hatte: “Nie wieder ein Buch”, habe ich mich nun doch entschlossen, einmal in aller Ruhe darzulegen, wie in der Regel ein Physiker seine Wissenschaft sieht und wie er sie versteht. X Vorwort Es sollte also in erster Linie ein Buch ber die Physik als Wissenschaft werden. Dabei sollte aber das “Metaphysische” nicht einfach nur als Behauptung daherkommen, sondern so- te sich letztlich auch als Schlussfolgerung beim Leser selbst einstellen knnen, nachdem man die physikalischen Theorien und ihre Geburtswehen, ihre Eigenarten, ihre Folgen und Grenzen kennen gelernt hat. Josef Honerkamp hat mehr als 30 Jahre als Professor fr Theoretische Physik gelehrt, zunchst an der Universitt Bonn, dann viele Jahre an der Universitt Freiburg. Er ist Autor mehrere Lehrbcher, im Rahmen seiner Forschungsttigkeit hat er auf folgenden Gebieten gearbeitet: Quantenfeldtheorie, Statistische Mechanik, Nichtlineare Systeme und Stochastische Dynamische Systeme. Er ist Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Vorwort.-1 Prolog.Brief vom 3.7.2007.Brief vom 17.7.2007.-2 Die Bewegung.-2.1 Das erste physikalische Gesetz in mathematischer Form und die geradlinig-gleichfrmige Bewegung.-2.2 Das Trgheitsgesetz und ideale Bezugssysteme.-2.3 Das Galileische Relativittsprinzip.-2.4 Krfte und das Gravitationsgesetz.-2.5 Bewegungsnderungen und ihre Ursache.Brief vom 4.9.2007.-2.6 Die Newtonsche Bewegungsgleichung.-2.7 Nachfolger Newtons, Bewegungen starrer Krper.-2.8 Eingeschrnkte Bewegungen.-2.9 Das Hamiltonsche Prinzip.-2.10 Bewegungen in Nicht-Inertialsystemen.-3 Von Blitzen, Feldern und Wellen.Brief vom 9.10.2007.-3.1 Die Elektrisierer.-3.2 Elektrostatik.-3.3 Konstante Strme.-3.4 Die magnetische Wirkung des elektrischen Stroms.-3.5 Erste technische Verwertungen, Telegraf und Elektromotor.-3.6 Das Induktionsgesetz.-3.7 Die Maxwellsche Theorie des Elektromagnetismus.-3.8 Die Entdeckung der elektromagnetischen Wellen.-3.9 Theorien ber das Licht.-3.10 Wellen.-4 Thermodynamik und Statistische Mechanik.Brief vom 8.1.2008.-4.1 Was ist Wrme.-4.2 Energie.-4.3 Entropie.-4.4 Thermodynamische Kreisprozesse, Khlschrank und Wrmepumpe.-4.5 Verhalten von Gasen und Flssigkeiten.-4.6 Mischungen und Zweiphasensysteme.-4.7 Statistische Mechanik.-5 Die Relativittstheorien.Brief vom 2.4.2008.-5.1 Die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit.-5.2 Raum und Zeit: Der Begriff der Gleichzeitigkeit.-.-5.3 Raum und Zeit: Zeitdehnung und Lngenkontraktion.-5.4 Raum und Zeit: Das Zwillingsparadoxon.-5.5 Die Masse eines Krpers als Ma fr dessen Energieinhalt.-5.6 Grundlagen der Allgemeinen Relativittstheorie: Das quivalenzprinzip.-5.7 Folgerungen aus der Allgemeinen Relativittstheorie.-6 Quanten.Brief vom 8.7.2008.-6.1 Kathoden- und Rntgenstrahlen.-6.2 Radioaktivitt.-6.3 Wrmestrahlen.-6.4 Lichtquanten.-6.5Das Bohrsche Atommodell.-6.6 Atombau und Spektrallinien.-6.7 Das Pauli-Prinzip.-6.8 Die Geburt der Quantenmechanik.-6.9 Die Unbestimmtheitsrelation.-6.10 Schrdingers Katze.-6.11 Das Gedankenexperiment von Einstein, Podolski und Rosen.-6.12 Die Bellschen Ungleichungen.-6.13 Quanteninformatik.-7 Epilog.Brief vom 11.2.2009.-Literatur.-Index




