Description
Die Errichtung des Meteorologisch-Magnetischen Observatoriums bei Potsdam in einer ausgesprochen hugeligen Gegend, nicht weit entfernt von ausgedehnten Wasserflachen, liess die Frage auftauchen, wie weit in den Aufzeichnungen des Observatoriums sich auch die mittleren Verhaltnisse der norddeutschen Tiefebene wiederspiegeln. Aus diesem Grunde wurde bald nach Beginn der regelmassigen Beobachtungen am Observatorium eine in etwa I.4 km Entfernung ganz anders gelegene Kebenstation im Tal der Nuthe errichtet. Wenn nun auch die an dieser Station gewonnenen ISjahrigen (1894-1908) Beobach- tungen in Gemeinschaft mit jenen der Hauptstation des Observatoriums den eigentlichen Kern der vorliegenden Untersuchung bilden, so war es mir doch bei der UEbernahme der Bearbeitung yon vornherein klar, dass ein Vergleich dieser beiden Stationen allein nicht genugen wurde. Die hierbei gewonnenen Resultate hatten leicht zu einer irrigen Auffassung fuhren koennen und mussten durch Heranziehung weiterer Stationen erst noch erganzt werden. Auf die Weise wurden schliesslich noch die Turmstation des Observatoriums, die Station Spandau und die Beobachtungsserie Heinersdorf-Kleinbeeren mit in die Betrachtung einbezogen. Der weitere Verlauf der Darstellung wird zeigen, wie sich die Stationen ihrer topographischen Lage nach, die sich in dem Gang der Elemente in erster Linie ausspricht, untereinander einordnen. Daneben wird die Untersuchung aber auch Bestimmungen uber die Groesse der Beein- flussung meteorologischer Elemente durch lokale Eigentumlichkeiten der Stationen liefern, was bei der leider noch immer vorkommenden UEberschatzung der Genauigkeit und allgemeinen Gultigkeit klimatologischer Angaben von Wert sein durfte.




